Hatten Sie auch schon mal das Erlebnis das Ihre Mails bei einem Empfänger grundsätzlich nicht ankommen? Dann könnte die IP-Adresse im Header ihrer Mail eventuell in einer Blacklist gelandet sein.
Ich halte die Verwendung von IP-Blacklisten auf Mailserver für ziemlichen Unsinn. Aus folgenden Gründen:
- IP Adressen sind nicht lebenslang an eine Person oder Firma gebunden. Der nächste Nutzer ist gesperrt ohne etwas dafür zu können. Es dürfte also öfter mal Unschuldige treffen.
- Spam wird heutzutage oft von Virenverseuchten Rechnern versendet, nicht von einzelnen Mailservern. Der Versender der die IP besitzt weiß nicht mal davon. Natürlich war dieser ein wenig Nachlässig. Aber man kann auch nicht erwarten das jeder das technische Verständnis hat, um diese Dinge zu verhindern. Es wäre unfair Menschen nur deshalb vom Mailverkehr auszuschließen.
- Manche Blacklisten Anbieter verlangen Geld für das entfernen der eigenen IP aus der Liste. Bei einem solchen Vorgehen sind schwarze Schafe oft nie weit. Die Versuchung ganze IP Bereiche einfach in solche Listen mit aufzunehmen, und dann für die Entfernen aus der Liste Geld zu verlangen, ist bestimmt nicht klein. Woher wissen wir also wie seriös die Listenverwalter sind? Welche Instanz prüft das?
- Oft teilen sich auf Mailservern viele Personen eine IP Adresse. Es kann nicht sein das für das Fehlverhalten einer Person alle anderen mit betroffen sind.
Darum wird auf den Servern von hegassner.de kein Blacklisting verwendet. Ich kann jeden Serververwalter nur das gleiche empfehlen. Sonst hieße es am Ende, den Teufel mit dem Beelzebub austreiben.
Sicher. Spam ist und bleibt ein Problem. Kann und wird aber nicht die Lösung am Mailserver sein, da die Gefahr, eine wichtige E-Mail versehentlich als Spam zu verwerfen, einfach zu groß ist.
Ich persönlich verwende eine Anti-Spam-Erkennung direkt beim E-Mail Client. Nach einer Lernphase von ca. 2 Wochen, bei dem NUR der Inhalt der E-Mail bewertet wird, erkennt der Filter nun mehr als 95% korrekt als Spam. Diese landet in einem Extra Ordner, in dem einmal die Woche geschaut wird, ob etwas falsch erkannt wurde. Bisher wurde noch keine echte E-Mail fälschlich als Spam vermerkt, und die wenigen die nicht gefiltert werden sind kein Problem.
IP Adressen können und werden nie sicher eine Aussage darüber geben können, ob hier echter Spam vorliegt oder nicht!
H.-E. Gaßner
hegassner.de
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